Die Hauptaspekte dieser Pädagogik sind der Respekt vor der Individualität des Kindes, die achtsame aber zurückhaltende Beobachtung und eine Begleitung des Kindes, welche seine Bedürfnisse und Möglichkeiten berücksichtigt.

So sollen die Kinder von geduldigen Erwachsenen begleitet werden und in einer liebevollen Umgebung die Möglichkeit erhalten, ihre Persönlichkeit zu entwickeln.

„Hilf mir es selbst zu tun“

Ziel der Montessori-Pädagogik ist ein verständnisvoller Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen, wobei die Erziehung zur Selbstständigkeit im Mittelpunkt steht!

Es wird davon ausgegangen, dass jedes Kind einzigartig ist, weswegen es in der Methodik kein Programm gibt, welches alle Kinder durchlaufen, sondern ein auf das jeweilige Kind abgestimmtes Angebot, aus dem jedes Kind für sich selbst wählen kann. Es wird so jedem Kind die Möglichkeit zur individuellen Selbstentfaltung gegeben, bei der das Kind das Tempo selbst bestimmen kann und sich aufgrund seiner jeweiligen Interessen, Geschwindigkeit, Ausdauer entscheidet.

„Unbeweglichkeit macht es dem Kind unmöglich zu lernen!“

Maria Montessori entwickelte das Prinzip der „vorbereiteten Umgebung“, welches ein äußeres Zeichen für Freiheit darstellt und ein erzieherisches Mittel ist.
Dazu gehören besonders anschauliche Materialien, mit dem die Erzieherin die Kinder vertraut macht, welche ihm aber nicht aufgedrängt werden.

Alle Materialien sind frei zugänglich, aber nur einmal vorhanden und müssen selbständig nach dem Spiel wieder an den richtigen Platz zurück gebracht werden. Kinder erlernen so durch die gemeinsame Absprache, das soziale Miteinander.

Montessori war überzeugt, dass Aufgeräumtheit und Ordnung dabei helfen, das Denken von Kindern zu strukturieren.

Das Material selbst ist in fünf Kategorien unterteilt:

  1. Übungen des täglichen Lebens  (hier wird genäht, gekocht, geputzt…)
  2. Sinnesmaterialen  (Farbtäfelchen, Einsteckzylinder, Geräusche, Gerüche, …)
  3. mathematische Materialien  (Zahlenbaukästen, Perlenschnüre, Würfel…)
  4. Sprachmaterialien
  5. Kosmische Materialien (für naturwissenschaftliches und Sachkundewissen)

Alle Materialien beginnen mit Grundlagen und Grundformen und stellen Aufgaben von leicht bis schwierig, was vom konkreten Begreifen zum abstrakten Denken führt.

Die sensiblen Phasen

Sie sind die besonderen Empfänglichkeitsperioden einen jeden Kindes. Montessori war überzeugt, dass in jedem Kind ein „Entwicklungsplan der Seele“ steckt, der die Möglichkeiten seiner Entwicklung enthält. Das Kind kann sich selbst entwickeln, wenn man es nur lässt und ihm die Umgebung dazu zur Verfügung stellt.

Sie stellte weiterhin fest, dass Kinder Phasen zu durchleben scheinen, in denen sie ohne Gründe bestimmte Tätigkeiten immer wieder ausführen, völlig in ihren Beschäftigungen aufgehen und sich vorläufig nur dafür interessieren.

Werden die Bedürfnisse und Sensitivitäten der jeweiligen Phase entsprechend gefördert und gestillt, kann das Kind zur nächsten Phase übergehen.